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Zum Dokumentarfilm „Cholesterin, der große Bluff“

Zum Dokumentarfilm „Cholesterin, der große Bluff“ am 18. Oktober 2016 um 20.15 Uhr auf arte

Eine dänische Studie zeigt, dass Patienten, die Statine frühzeitig absetzen, im Vergleich zu denjenigen, die es weiter einnehmen, eher Herzinfarkte bekommen und auch eher sterben. Beeinflusst werden solche Patienten unter anderem durch negative Pressemeldungen über Statine.

http://eurheartj.oxfordjournals.org/content/ehj/37/11/908.full.pdf

Anbei ein Statement einer unserer wissenschaftlicher Beiräte:

Liebe Frau Wolf,

 ich verstehe nicht, wie der TV-Sender arte einen so unausgewogenen Bericht zu Cholesterin zeigen kann. Ich halte es für unethisch, schwer betroffene Menschen und Menschen, die sich nach dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand vor Herz-Kreislauf-Ereignissen schützen wollen, so falsch zu informieren. Richtig war natürlich der Punkt, dass ein gesunder Lebensstil wichtig ist (einige Vorwürfe an die Ärzte hierzu waren aber komplett veraltet). Selbstverständlich beraten alle Ärzte auch bezüglich dieser Maßnahmen als Basis jeder eventuell sinnvollen medikamentösen Therapie. In dem anschließenden kurzen Interview konnten einige Fehler zwar richtig gestellt werden. Vermutlich überwiegt für viele Zuseher aber leider die viel länger und ausführlicher gezeigte Meinung (Daten wurden ja nicht zitiert), die nichts mit dem aktuellen Stand des wissenschaftlichen Wissens zu tun hat.

 Wahrscheinlich bekommen Sie nun viele Anfragen von verunsicherten Betroffenen. Wie soll auch ein Mensch, der persönlich betroffen und kein Spezialist auf dem Gebiet ist, die Fehler und die journalistischen Tricks, die geschickt eingesetzt worden sind, erkennen. Bestärken Sie alle, sich nach den internationalen Empfehlungen zu richten und auf keinen Fall Medikamente einfach abzusetzen.

 Viele Grüße

A. Vogt

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